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Eine Woche voller Gemeinschaft in Taizé

Vom 2. bis 9. August machten sich insgesamt 44 Personen aus den Pastoralen Räumen Betzdorf, Koblenz, Andernach und Adenau-Gerolstein gemeinsam auf den Weg nach Taizé in Frankreich.
taize-2026
Datum:
17. Aug. 2026
Von:
KVG PastR Betzdorf

Gemeinsame Fahrt nach Taizé

Vom 2. bis 9. August machten sich insgesamt 44 Personen aus den Pastoralen Räumen Betzdorf, Koblenz, Andernach und Adenau-Gerolstein gemeinsam auf den Weg nach Taizé in Frankreich.

Für die Teilnehmenden aus Betzdorf begann die Reise bereits früh am Morgen. Mit einem Kleinbus und mehreren Autos ging es zunächst nach Koblenz. Dort traf die Gruppe auf die weiteren Mitreisenden und stieg in den Reisebus um. Anschließend führte die Fahrt über Mehren, wo weitere Teilnehmende zustiegen, gemeinsam weiter nach Taizé.

Eine Woche lang lebte die Gruppe dort unter einfachen Bedingungen, nahm an den gemeinsamen Gebeten und Angeboten teil und hatte Gelegenheit, Taizé und seine besondere Atmosphäre kennenzulernen.

Wie diese Woche erlebt wurde, schildern zwei Teilnehmerinnen im folgenden Erfahrungsbericht:

 

Erfahrungsbericht von Franka und Milena aus dem PastR Betzdorf

In der Woche, in der wir in Taizé waren, waren ungefähr 3.200 Menschen aus verschiedenen Ländern zu Gast. Wir schliefen in Zelten und konnten eine Woche lang erleben, was Taizé so besonders macht.

Unser Alltag bestand aus gemeinsamen Gebeten, Bibeleinführungen, Mahlzeiten und natürlich auch viel Freizeit. Die Bibeleinführungen fanden in verschiedenen Gruppen statt und boten die Gelegenheit, sich mit biblischen Texten auseinanderzusetzen und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich übernahmen die über 18-Jährigen verschiedene Aufgaben und Jobs, die zum gemeinsamen Leben in Taizé dazugehören. Dazwischen blieb aber immer genügend Zeit, um Taizé auf eigene Weise zu entdecken.

In unserer Freizeit konnten wir zum Beispiel in den Shop gehen, ein Eis essen, uns mit anderen unterhalten oder einfach auf dem Zeltplatz zusammensitzen. Abends trafen sich viele Jugendliche im Oyak, dem Jugendtreff. Dort wurde Musik gehört, gelacht und auch getanzt. So konnte man den Tag in einer lockeren und fröhlichen Atmosphäre ausklingen lassen.

Ein besonderer Ort war für uns der Silent Garden. Dort konnte man sich zurückziehen, zur Ruhe kommen und einfach Zeit für sich haben. Auch auf dem restlichen Gelände gab es viele Bäume und schattige Plätze. Gerade bei den sehr hohen Temperaturen waren diese Plätze eine willkommene Möglichkeit, sich etwas auszuruhen und Abstand vom Trubel zu bekommen.

Ein ganz besonderes Erlebnis war der Freitagabend. In Taizé wird jeden Freitag in besonderer Weise an den Tod Jesu erinnert. In der Kirche liegt deshalb ein Kreuz, zu dem jeder nach vorne gehen und dort beten kann. Am Samstagabend steht anschließend die Feier der Auferstehung im Mittelpunkt. Während des Gottesdienstes bekommt jeder eine Kerze, die entzündet wird.

Besonders beeindruckend war die Atmosphäre: Alle sangen gemeinsam, überall leuchteten die Kerzen und die Musik erfüllte die Kirche. Dieses Erlebnis war für uns etwas ganz Besonderes und lässt sich kaum mit einem gewöhnlichen Gottesdienst in Deutschland vergleichen. Die Gemeinschaft, die dabei entstanden ist, war einfach beeindruckend.

Was uns außerdem aufgefallen ist: In Taizé ist alles sehr einfach gehalten. Gegessen wird in großen Gruppen, geschlafen wird im Zelt und auch sonst braucht man dort nicht viel. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war es schön zu erleben, wie zufrieden man mit so wenig sein kann. Man merkt schnell, dass es nicht immer die großen Dinge braucht, um eine gute Zeit zu haben. Oft reicht es schon, gemeinsam zu essen, zu singen, zu lachen oder sich einfach miteinander zu unterhalten.

Besonders schön war auch, dass Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und mit verschiedenen Sprachen zusammenkamen. Obwohl wir uns teilweise gar nicht kannten, entstand schnell ein Gefühl von Gemeinschaft. Man konnte gemeinsam beten, feiern, neue Menschen kennenlernen oder sich einfach eine Auszeit nehmen.

Für uns war die Fahrt nach Taizé deshalb viel mehr als nur eine Woche Zelten. Es war eine Woche voller Gemeinschaft, Glauben, Musik, Spaß und besonderer Momente. Trotz der Hitze und der einfachen Bedingungen haben wir viele schöne Erinnerungen gesammelt.

Taizé ist ein Ort, den man nur schwer beschreiben kann – man muss ihn einfach selbst erlebt haben.